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Mitten drin
Schuldumkehr
Wenn du etwas ansprichst – und am Ende selbst schuld bist.
Was ist Schuldumkehr?
Schuldumkehr bedeutet: Du sprichst ein Problem an, und innerhalb weniger Sätze geht es nicht mehr um das Problem, sondern um dich.
Fachleute nennen das manchmal DARVO: abstreiten, angreifen, die Rollen tauschen. Am Ende fühlt sich die Person verletzt, die etwas falsch gemacht hat – und du entschuldigst dich.
Woran erkennst du Schuldumkehr?
- „Nach allem, was ich für dich getan habe …“
- „Du machst immer so ein Drama.“
- Dein Anliegen geht unter, stattdessen geht es um deinen Ton, deine Wortwahl, deinen Zeitpunkt.
- Du gehst mit einer Frage ins Gespräch und kommst mit einer Entschuldigung raus.
- Irgendwann sprichst du Dinge lieber gar nicht mehr an.
Warum trifft es so tief?
Weil es dein Gerechtigkeitsgefühl auf den Kopf stellt.
Wer gewissenhaft ist, prüft sich selbst – und genau das wird ausgenutzt. Du findest immer einen Anteil bei dir.
Mit der Zeit verlernst du, dass auch deine Bedürfnisse zählen.
Was hilft dir bei Schuldumkehr?
- Halte an deinem Thema fest: „Darüber können wir gleich reden. Mir geht es gerade um …“
- Du darfst ein Gespräch beenden, wenn es sich im Kreis dreht.
- Frag dich hinterher: Wurde mein Anliegen überhaupt besprochen?
- Ein Fehler von dir macht das Verhalten der anderen Person nicht ungeschehen.
Das ist eine Beschreibung von Verhaltensmustern, keine Diagnose eines Menschen. Narzisstische Muster kennen kein Geschlecht.
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